Unser ehemaliges Vorstandsmitglied Marlis Glaser erhält den "Obermayer German-Jewish History Award"

Am Montag, 26. Januar 2015 wurde im Berliner Abgeordnetenhaus an fünf Menschen aus Deutschland der Preis mit dem Motto verliehen:
 
AUSEINANDERSETZUNG MIT DER VERGANGENHEIT – EINE BEREICHERUNG FÜR DIE ZUKUNFT.
 
Die in Attenweiler lebende Künstlerin Marlis Glaser war eine der Ausgezeichneten. Der Preis wird von der Obermayer-Stiftung aus Boston (USA) und dem Berliner Abgeordnetenhaus vergeben (http://www.regio-tv.de/video/356748.html).
 
Zum 15. Mal wurde dieser Preis verliehen und an der Spitze der Preisträger stehen Baden-Württemberg und Hessen, gefolgt von Bayern. Die Preisträger sind meist Akademiker, überwiegend Lehrer und mit Marlis Glaser nun die zweite Künstlerin.
 
Der Preis wurde geschaffen, um das deutsch-jüdische Zusammenleben in der Vergangenheit zu ehren und für die Zukunft anzuregen.
 
 
 
Abraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum
 
Bilder über deutschsprachige Emigranten und Überlebende und deren Kinder in Israel
 
Es sind Bilder über: Menschen und Bücher, Bäume und Früchte - Die Welt der deutschsprachigen Emigranten und Überlebenden und deren Kinder in Israel ist durch vier symbolische Motive interpretiert: GESICHT, NAME, BAUM und GEGENSTAND. (http://www.malerei-keramik.de/index.php/aktuelle-arbeiten)
 
Die gesamte Bilderserie umfasst 200 Arbeiten, enthält Darstellungen zu Symbolen jüdischer Feiertage, greift Bild-und Text-Zitate aus antiken hebräischen Büchern auf und ist entstanden durch den Dialog mit Menschen in Israel und den USA und mit Hilfe von Büchern und Briefen.
 
Unter den 72 Portraitierten sind 12 Kinder und Enkel. In drei Kunst-Katalogen sind sie dargestellt und mit ihren Lebensdaten und Geschichten dokumentiert. Der erste Katalog 2007, der zweite 2008 und der umfangreichste, als Buch 2012, wurden herausgegeben und gedruckt in der Biberacher Verlagsdruckerei.
 
In 21 Städten wurden die Abraham-Ausstellungen von 2006 bis 2014 gezeigt. Die nächste wird in Freiburg im Sommer 2015 stattfinden. In den meisten Ausstellungen gab es außerdem Workshops und Ausstellungsführungen für Schüler.
 
Gezeigt wurden bei der Projekt-Präsentation der feierlichen Preisverleihung in Berlin nicht nur Bilder über jüdische Emigranten und Überlebende aus dem süddeutschen Raum, wie Laupheim, Ravensburg, Buttenhausen, Bad Buchau, Memmingen, Tuttlingen, sondern ebenso aus Berlin, Hamburg, Würzburg und vielen anderen Städten, da sie alle das gleiche Schicksal teilten, das der Verfolgung und Ermordung.
 
Vor ca. 250 geladenen Gästen aus verschiedenen Ländern erhielt die Künstlerin diese hohe Anerkennung. Auch ihre Söhne, Samuel und Joshua, waren eingeladen, da sie das Projekt von Anfang an unterstützten. Ohne ihre Mithilfe wären die vielen Ausstellungen nicht machbar gewesen, bei den biografischen Katalog-Texten hat Samuel mitgeschrieben. Mit ihnen freuten sich ihre anwesenden Freunde und Unterstützer aus Biberach, Maselheim, Laupheim, Augsburg, Weimar/L., Berlin und New York.
 
In der Ehrungsschrift heißt es: „Die Empfänger der Auszeichnung haben sich dem Wiederaufbau zerstörter Institutionen und Ideale gewidmet. Ihre Aktivitäten spiegeln eine persönliche Beziehung zur jüdischen Geschichte wider und den Willen, einen kleinen Teil der Welt zu reparieren.“

Der neue Vorstand ist gewählt - Einladung zur ersten offenen Vorstandssitzung am 11.3.2015 um 19 Uhr im HdB

Am 25.2.2015 wurde in der Mitgliederversammlung der alte Vorstand entlastet und ein neuer gewählt.

Das neue Team:
Martin Tränkle, 1. Vors.
Irene Hahn, 2. Vors.(Stellv. Vors.)...
Ruth Lindenmayer Schatzmeisterin
Hermann Schleicher-Rövenstrunck Schriftführer
Petra Bergmann Beisitzerin
Gisela Bassler Beisitzerin
Wolfgang Müller Beisitzer
Bernd Werdich Beisitzer


Zur ersten offenen Vorstandssitzung in der neuen Amtsperiode sind alle Interessierten herzlich eingeladen am Mittwoch, 11. März 2015 im Haus der Begegnung / Werkraum um 19 Uhr.

Die Tagesordnung beschäftig sich hauptsächlich mit Planung der Veranstaltungen 2015:
12.5. Israeltag, Stand in der Fußgängerzone
23.4. Synagoge, präsentation Michoels und Chagall 9.7. Vortrag M. Küntzel in der Synagoge
Weitere Termine: Ausstellungen etc.
Auch ein Termin für Herrn Tränkles Vortrag über friedlichen und radikalen Islam, der am 25.2. aus Zeitgründen nicht stattfand, soll gefunden werden.
Und dann geht es um Öffentlichkeitsarbeit der DIG zukünftig.