Besuch der neuen Ulmer Synagoge am 6.3.2012

So viele DIG-Mitglieder hatten sich lange nicht mehr bei einer Veranstaltung eingefunden, wie an diesem Mittwoch des Synagogenbesuchs. Etwa 70 DIG-Mitglieder, ihre Freunde und Bekannten lauschten zunächst gebannt der Einführung durch Rabbiner Trebnik. Er beschrieb den Weg von der ersten Ulmer jüdischen Gemeinde im 15. Jahrhundert  im Judenhof über die Zerstörung der letzten Synagoge in der Reichspogromnacht hin zu Planung und Bau dieser neuen Synagoge. 

Danach wurde engagiert gefragt und diskutiert. Fremd war dem Publikum vor allem die Trennung von Männern und Frauen während des Betens in orthodoxen Synagogen. Rabbiner Trebnik erklärte geduldig, konnte die meisten ZuhörerInnen jedoch  nicht überzeugen, dass dies zeitgemäß sei. Das war aber auch nicht seine Intention, denn Mission, so erläuterte er uns, gibt es im Judentum nicht. Am Ende der Führung konnten alle Interessierten einen Blick von der Frauenempore in die Synagoge werfen.


Insgesamt war es ein ganz besonderer Abend. Der orthodoxe Rabbiner Trebnik zeigte uns ein neues Stückchen Welt in Ulm. Wir sind glücklich, dass sich unsere jüdische Gemeinde wohl bei uns fühlt, wünschen ihnen, dass sie sich bald richtig einleben in ihrer neuen Synagoge und freuen uns auf einen weiteren Besuch der Synagoge - das nächste mal zum Gottesdienst. 


Die Fotos sind von W. Jolowicz. Weitere finden Sie auf unserer facebook-Seite.