Unsere nächsten Veranstaltungen


Die DIG Ulm/Neu-Ulm lädt in Zuammenarbeit mit dem Katholischen Bildungswerk und der evangelischen Christusgemeinde Ulm-Söflingen zu zwei Vorträgen am 23. und 25.10. 2017 in Ulm-Söflingen ein:

Thema: Ökumenisches Reformationsgedenken 2017
Fast 2000 Jahre Judenfeindschaft in beiden Kirchen -  
Umkehr nach dem Holocaust - Und heute?

1. Vortrag: Montag, 23.10. 2017 um 19.30 Uhr im kath. Pfarrheim, Harthauser Str. 38:
Dr. Oliver Schütz, kath. Bildungswerk Ulm, spricht über: Vom Schweigen des Papstes Pius XII. zum Holocaust -bis zur Erklärung "nostra aetate" beim Vaticanischen Konzil 1965.

2. Vortrag: Mittwoch, 25.10.2017 um 19.30 Uhr im ev. Gemeindehaus, Königstr. 7:
Dr. Michael Volkmann, ev.Pfarrer für das Gespräch zwischen Christen und Juden, Bad Boll, spricht über: Von Luthers Judenfeindschaft - bis zum Dialog zwischen Christen und Juden heute.

Luthers Judenfeindschaft wurde in diesem Jahr des Reformationsjubiläums öfters dargestellt und kritisch beleuchtet. Hier in Ulm besonders im März durch die Ausstellung "Luther und die Juden" im Münster und durch drei Kurzvorträge als Matinnee. Ein Gespräch nach den Vorträgen fand leider nicht statt. Auch der Dialog zwischen Christen und Juden heute war nicht das Thema.  Die Judenfeindschaft in der katholischen Kirche und die Umkehr nach dem letzten Konzil ist wenig bekannt.

Deshalb die Einladung der DIG Ulm/Neu-Ulm zu beiden Abenden in Ulm-Söflingen mit kompetenten Referenten. Nach den Vorträgen ist Gelegenheit zum Gespräch.Wie wichtig für uns Christen in beiden Kirchen der Dialog und die Begegnung mit unseren "älteren Geschwistern", den Juden, ist, das soll an diesen beiden Abenden deutlich werden.

Der Eintritt ist frei.

Lesung von Karl Pfeifer



Vielen Dank an Karl Pfeifer für seine Ulmer Lesung aus dem Buch „Einmal Palästina und zurück“. Die Berichte aus seinem bewegten und engagierten Leben sind auf großes Interesse bei unserem Publikum gestoßen und haben zu angeregten Nachfragen und Gesprächen geführt. Auch Pfeifers aktuelle Auseinandersetzungen mit dem Orbán-Regime in Ungarn und die Einschätzung des dortigen Antisemitismus wurden in der Runde diskutiert.

16.05.2017: Vortrag von Sarah Zoabi und Oliver Vrancovic aus Israel.



Sarah Zoabi ist muslimische Araberin, die sich als Zionistin und israelische Patriotin bezeichnet. Sie erzählte von ihren Beweggründen und sprach über die Anfeindungen, die sie täglich erfährt. Sarah berichtete auch über die wachsende Gruppe in dem arabischen Bevölkerungsteil, der sich der antiisraelischen Stimmungsmache widersetzt und über den Zuspruch für ihre Äußerungen, den sie häufig von jüdischen Israelis erhält.

Oliver Vrankovic, der die letzten Jahre die multikulturelle israelische Gesellschaft erforscht, übersetzte Sarahs auf Hebräisch gehaltene Rede.

Sarah ist gläubige Muslimin und Anhängerin der puristischen Korani-Sekte, die den Juden das Recht auf das »Heilige Land« zuspricht. Nach Sarahs Meinung ist der Nahostkonflikt vor allem ein Religionskrieg. Sie, eine »muslimische Araberin mit Kopftuch«, betonte, dass es den Arabern in Israel gut gehe. Israel stehe trotz des Terrors, dem das Land ausgesetzt ist, für Gleichberechtigung, Menschenrechte und Demokratie. Viele Araber in aller Welt wüssten nicht, dass in Israel eine Million Araber als gleichberechtigte Staatsbürger leben. Sie haben das gleiche Recht auf Bildung, es gibt arabische Oberärzte, Professoren, arabische Parteien und einen arabischen Richter am Obersten Gerichtshof.
 
Ein weiterer Grund für Sarahs pro-israelische Einstellung ist die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in Israel. Sie setzt sich insbesondere für die gesellschaftliche Teilhabe arabischer Frauen ein. Israelische Frauen aus jüdischen Familien hätten die Freiheit, über ihr Leben selbst zu bestimmen, während die Lebensentscheidungen der muslimischen Frauen immer noch von der Familie getroffen würden, sagt sie. Aber auch hier ändere sich gerade etwas, fügte sie hinzu. Frauen würden mit der Waffe in den Streitkräften dienen und es bei der Armee und in der Polizei zu Befehlshaberinnen bringen. Viele junge arabische Frauen ziehe es in »gemischte« Städte, wo sie freier leben könnten als in der eigenen Community. Die gebildeten und modernen arabischen Frauen in Haifa seien für viele Mädchen ein Vorbild. Aber viele arabische Männer kämen mit dieser Entwicklung nicht mit.

Sarah ist mittlerweile sehr bekannt in Israel. Die NGO »Im Tirzu« lud sie beispielweise in den vergangenen Monaten mehrfach als Rednerin ein und ehrte sie mit einer Auszeichnung für ihren Beitrag zur Integration von Minderheiten: »Sie ist nicht jüdisch, fordert aber Integration aus dem Bestreben heraus, das einzige Land im Nahen Osten zu stärken, das den Bürgern Sicherheit, Menschenrechte und Bürgerrechte bietet. Deshalb müssen wir Sahra in jeder Weise helfen.«

Dieser Meinung schloss sich das Publikum mit großem Beifall an. Ein Zuhörer forderte gar, Sarah müsse vor der UNO sprechen.

Mitgliederversammlung am 15.2.2017: Ein neuer Vorstand wurde gewählt

Schon länger hat sich der Vorstand der DIG Ulm/Neu-Ulm bemüht, die Verantwortung mit Jüngeren zu teilen. Die ist nun mit der Wahl des neuen 1. Vorsitzenden, Dr. Steffen Lutz, gelungen. Außerdem wurden gewählt: Martin Tränkle, 2. Vorsitzender; Irene Hahn, Schriftführerin; Dr. Franz-Josef Bentele, Beisitzer; Petra Bergmann, Beisitzerin; Georg Buck, Beisitzer; Franz Edele Beisitzer, Presse und Öffentlichkeitsarbeit.

Der neue 1. Vorsitzende Steffen Lutz schreibt: "Allen Gewählten:  Herzlichen Glückwunsch zur Wahl und zugleich vielen Dank für die Bereitschaft, im Vorstand aktiv zu werden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Ich freue mich besonders, in den nächsten 2 Jahren mit Martin Tränkle zusammenzuarbeiten und viel von seiner Erfahrung, seinen Netzwerken und seinem Zugang zu Israel lernen zu können.  Ich denke die Ulmer DIG ist zwar eine kleine Gruppe, aber ich übernehme hier gut bestelltes Feld. Hierfür herzlichen Dank an MartinTränkle und Irene Hahn für Ihr jahrelanges Engagement.
 
In den nächsten Tagen wird die Einladung mit Tagesordnung zur nächsten offenen Vorstandssitzung erfolgen. Bitte den Termin schon einmal vormerken:15. März 20 Uhr. Ort wird noch bekannt gegeben."